Schülerinnen und Schüler der EF im ehemaligen KZ Buchenwald
Bei kühlen Februar-Temperaturen auf der Freifläche des Konzentrationslagers stehen, genau dort, wo vor gut 80 Jahren „Kälte-Versuche“ mit Lagerinsassen gemacht wurden, die das häufig nicht überlebt haben, ist eine ganz eindrückliche Erfahrung.
Durch das Lagertor zu gehen, auf dessen Eisentür der Spruch „Jedem das Seine“ eingelassen ist, ist ebenso irritierend, weil es das Menschenbild der Nationalsozialisten und die Verachtung gegenüber den in den Lagern zusammengepferchten Menschen besonders deutlich macht. An einer Genickschussanlage oder vor den Verbrennungsöfen zu stehen zeigt auf ganz eindrückliche Weise, mit welcher Kaltblütigkeit das Morden in den Konzentrationslagern der Nazis organisiert war.
Genau dies waren Eindrücke von Schülerinnen und Schüler der EF, die die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald besucht haben und die von Frau Kaiser, Herrn Achenbach und Herrn Michel begleitet wurden.
Morgens gegen 7.30 Uhr ging es am Bad Laaspher Bahnhof los mit dem Bus, um dann in der Mittagszeit vor Ort in Buchenwald zu sein. Auf der Hinfahrt mit einer Pause mit einem Autohof inkl. Schnellrestaurant war die Stimmung noch gelöst, was sich spätestens mit Betreten des Lagergeländes und dem Besuch der Dauerausstellung schlagartig änderte. Nachdenkliche Minen, ruhige Gespräche mit Mitschülerinnen und Mitschülern und immer wieder Nachfragen bei den begleitenden Lehrkräften machten deutlich, dass die Eindrücke unsere Schülerinnen und Schüler berührten.
Im Anschluss an den Besuch der Ausstellung waren noch 2 Führungen über das Lagergelände reserviert, bei denen die Schülerinnen und Schüler mehr sowohl über die Lageraufseher, die an das KZ angegliederten Rüstungsunternehmen, das Schicksal einzelner Lagerinsassen sowie das Krematorium erfuhren, dass mit Verbrennungsöfen einer Firma ausgestattet war, die auch die Öfen für das KZ Ausschwitz lieferte.
„Sobald ich das Lagergelände betrete und innerhalb des von Stacheldraht abgesperrten Bereichs bin, fühle ich mich bedrückt. Dieser Wahnsinn, der sich hier ereignet hat, macht mich sprachlos“, so eine Schülerin.
Ruhig und mit vielen Eindrücken beladen ging es am späten Nachmittag dann auf die Rückfahrt nach Bad Laasphe, wo in den Tagen nach dem Besuch das Erlebte im Unterricht noch einmal thematisiert wurde.
Wie dieses Jahr, sind auch in den kommenden Schuljahren Besuche im Konzentrationslager Buchenwald geplant, um so die Arbeit im Unterricht und die Angebote des Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. weiter zu vertiefen.
Christoph Achenbach






