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Sinto am Städtischen

Vom 3D-Drucker in die Berufswelt: Städtisches Gymnasium Bad Laasphe erhält drei 3D-Drucker von Heinrich Wagner Sinto

Eine besondere Bereicherung erfährt der Informatikunterricht am Städtischen Gymnasium Bad Laasphe: Die Firma Heinrich Wagner Sinto hat der Schule drei 3D-Drucker gespendet, die ab sofort sowohl im regulären Unterricht als auch in einer eigens eingerichteten Arbeitsgemeinschaft zum Einsatz kommen. Möglich wurde diese Spende durch die seit vielen Jahren bestehende und immer wieder durch konkrete Projekte gelebte Kooperation zwischen dem Bad Laaspher Traditionsunternehmen und dem Gymnasium.

Bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag, den 14. April 2026 im Informatikraum der Schule, präsentierte Informatiklehrer Andreas Glink gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern, was die neuen Geräte bereits leisten. Begrüßen konnte er dazu die Vertreter der Firma Heinrich Wagner Sinto, Matthias Dittrich und Kevin Grebe, den Vertreter der Stadt Bad Laasphe, Jann Burholt sowie Schulleiterin Corie Hahn und den anwesenden Informatikkurs der Jahrgangsstufe 10.

Vom Modell zum fahrenden Roboter

Den Auftakt machte eine Einführung in die Nutzung der 3D-Drucker im Informatikunterricht der Jahrgangsstufe 10. Die Schülerinnen und Schüler zeigten, wie aus ihren Ideen am Rechner über die entsprechende CAD-Software ein fertiges, gedrucktes 3D-Objekt entsteht. Besonders eindrucksvoll demonstrierte dies die Schülerin Learta an ihrem Arbeitsplatz: Sie konstruierte zusammensteckbare Straßenbauteile, die zu einem Übungsparcours zusammengesetzt werden können. Auf diesem Parcours sollen kleine, programmierbare Calliope-Roboter ihre Runden drehen, die wiederum von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 mit Farb- und Ultraschallsensoren so programmiert werden, dass sie selbstständig ihren Weg finden. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie verschiedene Jahrgangsstufen am Gymnasium fachübergreifend zusammenarbeiten – und wie aus Code, Konstruktion und Material am Ende ein konkreter Beweis dafür entsteht, wie wichtig Informatik für die kooperative Zusammenarbeit in der heutigen Bildungs- und Berufswelt geworden ist.

Kleiderhaken aus dem Drucker – günstiger als vom Handwerker

Dass 3D-Druck nicht nur theoretischer Lerngegenstand ist, sondern handfeste Probleme lösen kann, zeigte Jakob (Klasse 6), der Mitglied der Arbeitsgemeinschaft 3D-Druck ist. Ihm war im Sportunterricht aufgefallen, dass in den Umkleidekabinen zahlreiche Kleiderhaken abgebrochen waren. Statt auf eine Reparatur zu warten, setzte er sich an die CAD-Software, entwarf mehrere Versionen eines Kleiderhakens, prüfte sie auf Festigkeit und Eignung und präsentierte schließlich die fertig gedruckte Endversion. Besonders aufmerksam verfolgte Stadtvertreter Jan Burhold diese Vorführung – und stellte sofort fest, dass eine handwerkliche Erneuerung der Kleiderhaken die Stadt deutlich teurer käme als die Eigenproduktion durch die Schul-AG.

Erster Auftragsarbeit für eine künftige Schülerfirma

Einen weiteren Einsatzbereich stellte Ray aus Klasse 7 vor. Er hat für die AG bereits den ersten externen Auftrag eingeworben: Für die Firma seiner Eltern entwarf er kleine Eierbecher, die das Unternehmen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Ostern schenken wollte. Rays Konstruktion besteht aus einer Bodenplatte mit dem Firmenlogo und zwei einsteckbaren Seitenwänden. Für Herrn Glink ist klar: Aus der Arbeitsgemeinschaft könnte mittelfristig eine echte Schülerfirma entstehen, die sich gezielt um Aufträge auch außerhalb der Schulgemeinde bemüht und diese digital konzipiert und mit den neuen Druckern realisiert.

Als nächstes Großprojekt kündigte der Informatiklehrer ein besonders ambitioniertes Vorhaben an: Das gesamte Schulgebäude einschließlich der Sporthallen und Cafeteria soll als 3D-gedrucktes Modell entstehen. Dafür werden die Schülerinnen und Schüler das Gebäude von außen exakt vermessen, in der CAD-Software nachbauen und in vielen Einzelteilen drucken. Das fertige haptische Modell kann später im Foyer der Schule ausgestellt werden.

Brücke in die Berufswelt

Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Vertreter von Heinrich Wagner Sinto. In Projekten wie diesen würden die Schülerinnen und Schüler ganz unmittelbar und praxisnah an die Berufswelt herangeführt. Matthias Dittrich nutzte die Gelegenheit, um die nächste Stufe der Kooperation in Aussicht zu stellen: Schülerinnen und Schüler, die beim Bau des 3D-Schulmodells besonderes Interesse am Thema entwickeln, könnten künftig die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit den Auszubildenden und Ausbildern der Firma weitere 3D-Konstruktionssoftware und die betrieblichen Arbeitspraktiken kennenzulernen.

In diesem Zusammenhang lud Herr Dittrich alle Anwesenden herzlich zum Tag der offenen Tür der Firma Heinrich Wagner Sinto am Samstag, den 18. April 2026, ein. An diesem auch „Power Up“ genannten Tag werden alle Türen und Tore des Unternehmens geöffnet, damit interessierte Schülerinnen und Schüler sämtliche Arbeitsbereiche und Produktionsstätten in Augenschein nehmen und einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise der Firma gewinnen können.

 

 

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